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Wasserrakete

Die Freizeit der letzten Wochen wurde unter Anderem dazu verwendet, eine richtige Wasserrakete zu bauen.

Eine haben wir ja schon, aber sie lässt sich nur bis ca. 3 bar pumpen und startet dann selbständig, wenn der Druck hoch genug ist. Immerhin kann mir ihr ein Astronaut in eine Umlaufbahn und sicher wieder auf die Erde zurück befördert werden, meistens jedenfalls.

Der Astronaut löst sich von der Rakete und schwebt sicher zurück, die Rakete stürzt aber unkontrolliert ab. Dieses System ist daher noch verbesserungsfähig.

Auf dieser Seite gibt es wertvolle Tipps zum Bau von Wasserraketen:
http://www.raketfuedrockets.com
Sogar mit Bauanleitungen!

Blöderweise hatten wir gerade alle PET Flaschen entsorgt. Wir finden jedoch noch eine, die wir aber erst einem Drucktest unterziehen.

Bei 6 bar gab diese Flasche ihren Geist auf.
Auch die Düse aus dem 3D Drucker hielt dem Druck nicht stand.
Die Düse wurde mit der Standard 15% Füllung gedruckt. Es ist gut sichtbar, dass die Innen- und Aussenfläche auseinandergerissen wurden. Die nächste Düse wird daher mit 100% Füllung gedruckt.

Danach wird noch eine Startrampe aus dem 3D Drucker gezaubert und eine etwas stabilere Flasche mit einem Phönix 6 Bergungssystem ausgerüstet.

Erster Start. Der Gartenschlauch ist mit Wasser gefüllt, damit das Wasser in der Rakete nicht zurückläuft. Beim pumpen wird allerdings mehr und mehr Wasser in die Rakete gedrückt, so dass sie vor dem Start etwa zu 3/4 gefüllt ist, was viel zu viel ist. Da die Rakete noch keinen Drucktest hinter sich hat, wird sie nur mit ca. 4 bar gepumpt.
Der nächste Start gelingt dann wie geplant. Die Wassermenge beträgt nun ca. 1/3 des Gesamtvolumens, der Druck ca. 5 bar.

Ein Astronaut ist natürlich auch wieder mit an Bord. Weil beim Flug die Funktionen der Rakete aber nicht so gut sichtbar sind, nachfolgend noch ein paar erläuternde Videos:

Das Fallschirmauswurfsystem Phönix 6
Und hier das Phönix 6 in slow motion.
Hier der Auslösemechanismus des Phönix 6 Systems.
Mit Astronaut, übrigens.
Auch das nochmals langsam.
Und zu guter Letzt noch ein Soft-Start im Wohnzimmer, um alle Komponenten zusammen zu testen. Der Druck beträgt nur 1 bar, und natürlich ist kein Wasser im Tank.

Wer jetzt meint, das sei eine Bastelei, irrt sich. Denn das ist Raketentechnik!