Kategorien
Allgemein

Psittacus ferox

equus = Pferd

piscis = Fisch

radix = Radieschen

agitator = Wagenlenker

malum = Apfel

defendere = verteidigen, beschützen

pugnare = kämpfen

Kategorien
Allgemein

Wasserrakete

Die Freizeit der letzten Wochen wurde unter Anderem dazu verwendet, eine richtige Wasserrakete zu bauen.

Eine haben wir ja schon, aber sie lässt sich nur bis ca. 3 bar pumpen und startet dann selbständig, wenn der Druck hoch genug ist. Immerhin kann mir ihr ein Astronaut in eine Umlaufbahn und sicher wieder auf die Erde zurück befördert werden, meistens jedenfalls.

Der Astronaut löst sich von der Rakete und schwebt sicher zurück, die Rakete stürzt aber unkontrolliert ab. Dieses System ist daher noch verbesserungsfähig.

Auf dieser Seite gibt es wertvolle Tipps zum Bau von Wasserraketen:
http://www.raketfuedrockets.com
Sogar mit Bauanleitungen!

Blöderweise hatten wir gerade alle PET Flaschen entsorgt. Wir finden jedoch noch eine, die wir aber erst einem Drucktest unterziehen.

Bei 6 bar gab diese Flasche ihren Geist auf.
Auch die Düse aus dem 3D Drucker hielt dem Druck nicht stand.
Die Düse wurde mit der Standard 15% Füllung gedruckt. Es ist gut sichtbar, dass die Innen- und Aussenfläche auseinandergerissen wurden. Die nächste Düse wird daher mit 100% Füllung gedruckt.

Danach wird noch eine Startrampe aus dem 3D Drucker gezaubert und eine etwas stabilere Flasche mit einem Phönix 6 Bergungssystem ausgerüstet.

Erster Start. Der Gartenschlauch ist mit Wasser gefüllt, damit das Wasser in der Rakete nicht zurückläuft. Beim pumpen wird allerdings mehr und mehr Wasser in die Rakete gedrückt, so dass sie vor dem Start etwa zu 3/4 gefüllt ist, was viel zu viel ist. Da die Rakete noch keinen Drucktest hinter sich hat, wird sie nur mit ca. 4 bar gepumpt.
Der nächste Start gelingt dann wie geplant. Die Wassermenge beträgt nun ca. 1/3 des Gesamtvolumens, der Druck ca. 5 bar.

Ein Astronaut ist natürlich auch wieder mit an Bord. Weil beim Flug die Funktionen der Rakete aber nicht so gut sichtbar sind, nachfolgend noch ein paar erläuternde Videos:

Das Fallschirmauswurfsystem Phönix 6
Und hier das Phönix 6 in slow motion.
Hier der Auslösemechanismus des Phönix 6 Systems.
Mit Astronaut, übrigens.
Auch das nochmals langsam.
Und zu guter Letzt noch ein Soft-Start im Wohnzimmer, um alle Komponenten zusammen zu testen. Der Druck beträgt nur 1 bar, und natürlich ist kein Wasser im Tank.

Wer jetzt meint, das sei eine Bastelei, irrt sich. Denn das ist Raketentechnik!

Kategorien
Allgemein

3d Drucker

Heute haben wir endlich Zeit, um die geheimnisvolle Schachtel genauer zu untersuchen. Sie enthält einen 3d Drucker von https://www.prusa3d.com/

Alles muss man selber machen. Zum Glück!
Die Y-Achse ist fertig. Endlich gibt’s zur Belohnung Gummibärchen.

https://www.prusa3d.com/

Kategorien
Allgemein

Pyrocook

Ende April bestelle ich einen Pyrocook bei http://www.kaskad-e.ch/

Endlich ist das lange ersehnte Gerät hier.
Es wird das erste Mal mit Holz gefüllt und sogleich angezündet. Die üblichen 30cm Scheiter passen perfekt hinein.
Nach ca. 30min hat das Holz so richtig Feuer gefangen.
Zeit für die Pfanne.
Der Pyrocook ist schnell.
Nach getaner Arbeit wird das Windglas eingeweiht. Damit kommt die Flamme aus dem formschönen Gerät erst richtig zur Geltung.
Nach etwa 90min ist die Flamme erloschen, Zeit um die entstandene Kohle im bereitgestellten Kübel mit etwas Wasser zu löschen.

Kleiner Umbau

Damit der Boden nicht zerkratzt wird, können Klebefilze montiert werden. Das ist kein Problem, denn der Boden wird nur handwarm.
So wackelt der Pyrocook nicht, wenn der Boden etwas uneben sein sollte.

Pyrogrill

Da ich lieber grilliere als koche, wird ein alter Kugelgrill umgebaut.
Ins Pfannendreibein werden Löcher gebohrt und mit verdrehten Spannbändern mit dem Kugelgrill zusammengeschraubt. Das hält gut und kann bei Bedarf auch wieder demontiert werden.
Und so sieht der fertige Pyrogrill aus.
Dank dem Pyrocook haben wir jetzt einen Holzkohlengrill, der Kohle produziert, anstatt verbraucht.
Und hier ist der Pyrogrill in Aktion.
Kategorien
Allgemein

Island

Wir planen eine Reise nach Island. Wegen Covid-19 ist das aber gerade etwas abenteuerlich.

Reisen in Zeiten von Corona
Viel läuft nicht mehr auf dem Flughafen. Dafür ist die Verspätung umso grösser.
Geschafft, PCR Test gemacht und Mietauto bekommen.
Island hat uns. Es ist halb Vier Uhr morgens und kein Bisschen dunkel.

Das Covid Tedtresultat ist negativ, was für uns sehr positiv ist, denn wir können jetzt unsere Reise wie geplant durchführen und müssen nicht in die Quarantäne.

Wobei es schlimmeres gäbe als eine Quarantäne in unserer Unterkunft.

Der Südwesten

Reiten mit Islandpferden ist fast wie fliegen. Besonders in dieser überirdisch schönen Landschaft.
Wir erforschen einen Lavatunnel, der wie das Innere eines Schoggikuchens aussieht. Wenn die Lava sehr heiss oxidiert, wird sie besonders rot.
Die Stalaktiten sind aus Eis.
Es gibt hier viel geothermische Aktivität.
Im milchigen Abwasser eines Kraftwerks oder schöner gesagt der Blauen Lagune kann gebadet werden.
Eine Wohlfühloase
Der Gullfoss, einmal mit einem Regenbogen,
einmal mit einer Isländerin.
In der Silfraspalte ist das baden etwas frischer, das Wasser dafür umso sauberer. Hier driften die Kontinentalplatten pro Jahr einen Zentimeter auseinander. Links Europa, rechts Amerika.
Das Flüsschen Varma heisst nicht umsonst so.
Wer nicht im warmen Wasser schwimmt, braucht hier ein dickes Fell.

Der Süden

Der schwarze Sandstrand von Vik.
Donnernde Brandung an der Küste bei Vik.
Baden ist hier keine gute Idee.
Diese Lagune ist eigentlich ein Gletschersee auf Meereshöhe.
Hier treiben Eisberge.
Ein Stück gefällig?
Die Eisberge treiben aufs Meer hinaus, werden von der Brandung zerkleinert und wieder an Land geworfen.
Überall funkelt es, weshalb dieser Ort Diamantenstrand genannt wird.
Island ist ein Vogelparadies.
Sogar mit einer Handykamera gelingen hier manchmal Grossaufnahmen, hier einer Küstenseeschwalbe.
Manchmal sogar bedrohlich grosse Aufnahmen.
Der Swartifoss, ein kleiner, aber sehr schöner Wasserfall im Skaftafell Nationalpark.

Der Osten

Mitten im Nirgendwo ein heisses Bad.
Diese Eier sind die Attraktion in Djupivogur, einem verschlafenen Dörfchen an einem der zahlreichen Ostfjorde.
Ruhig gelegenes Cottage in Egilstadir.
Und zum Ausklang des Tages noch ein entspannendes Bad.
Der Litljanesfoss, der kleine Bruder…
…des Hengifosses. Er ist einer der höchsten Wasserfälle des Landes.
Südlich von Egilsstadir befindet sich eine der wenigen natürlich bewaldeten Gegenden Islands.
Seydisfjördur, der wunderschön gelegene Fährhafen.

Der Norden

Dieser Fluss hat’s in sich.
Das Geothermiefeld Hverir auch.
Hier gilt es, die Windrichtung zu beachten, denn sonst stinkt es bestialisch.
Überall Dampfsäulen
Im Süden des Myvatn ist es ruhiger, jedenfalls jetzt.
Hier einer der weltweit grössten Pseudokrater. Hier hat es einst höllisch geknallt. Die über 100m hohe Halde besteht aus Tephra. Das ist Lava, die bei einer gigantischen Explosion zu kleinen Krümeln zerbröselt wurde.
Und hier zwei Pseudo-Samichläuse, Yule Lads genannt.
Sie zeigen, wie das hier in Island funktioniert. Schuh ausziehen und vor dem schlafen gehen aufs Fensterbrett stellen. Am Morgen nachschauen, was drin ist. Und das 13 Mal hintereinander, denn schliesslich haben die Zwei noch elf Brüder!
Brave Kinder kriegen übrigens Süssigkeiten (wo nicht), die Anderen eine faule Kartoffel.
Und darum hat’s der Fluss in sich: Er speist den grössten Wasserfall Islands, den donnernden Dettifoss.
Weiter unten am Flusslauf liegt die bezaubernde Asbyrgi Schlucht.
Blind heads werden diese Hügel in den Strassen genannt.
Auf dem Weg nach Husavik, weit im Norden.
Das Interesse am Walmuseum ist mässig.
Das Interesse am Whale Watching Trip ist schon grösser.
Erst dachten wir an eine Massenabfertigung.
Doch dieser Anblick entschädigt alles.
Ein Buckelwal beim fressen.
Husavik ist unglaublich schön gelegen.
Hier nochmals die Pseudokraterlandschaft des südlichen Myvatn.
Im Norden des Myvatn ein Kratersee am Rande des Krafla.
Ja, diese Dusche ist angenehm warm. Und nein, sie hat keinen Abstellhahn.

Das Hochland

Ins Hochland gelangt man zu Fuss oder mit einem geeigneten Transportmittel. Wir haben uns für das da entschieden.
Der südliche Myvatn mit den kleinen Pseudokratern und dem wunderbaren Sel-Hotel Myvatn
Der Askja Kratersee
Hier ein kleiner Vulkan
und die Riesenschweinerei, die er angerichtet hat.
Der riesige Vatnajökull
Herdubreid, auch die Königin von Island genannt.

Und nochmals Norden

Ein alter Bekannter aus der Vogelperspektive
Das Geothermiefeld Krafla
Dettifoss
Asbyrgi
Das Bad am Myvatn
Unser Hausvulkan
Alles gut gegangen!
Der Godafoss, einer der schönsten Wasserfälle Islands.
Und noch ein kleiner Preudokrater.
Mitten im Nirgendwo kommt ein Eisverkäufer vorbei.
Akureyri, das Zentrum des Nordens
Auf dem Weg nach Siglufjördur

Der Westen

Und wieder zu Hause

Kategorien
Allgemein

Einfacher Kon-Tiki

Das Ziel des heutigen Versuchs ist es, mit einfachsten Mitteln einen Kon-Tiki nach dem Vorbild des Ithaka Institutes zur Herstellung von Pflanzenkohle zu bauen und zu testen.
Mit dem Kon-Tiki soll möglichst rauchfrei aus Pflanzenabfällen Kohle hergestellt werden können, wenn möglich auch aus grünem Strauchschnitt.

Als Baumaterial dient ein 200 Liter Fass, 3 50x100cm Alubleche, ein 2m langes 4x4cm Vierkant-Stahlprofil aus dem Baumarkt, sowie ein 1m langes Wasserrohr mit Anschluss an einen Gartenschlauch.

Das Fass wird mit einer Trennscheibe (Flex) halbiert und das Blech mit einer halbrunden Feile entgratet, um sich später nicht daran zu verletzen. Allfällige Kunststoffteile, z.B. die Dichtung, müssen entfernt werden, am besten wird auch die Farbe entfernt. Nun werden in die 3 Alubleche Löcher gebohrt, so dass sie zu einem Windschutz zusammengeschraubt werden können. Der Abstand des Windschutzes vom Fass soll für den ersten Versuch 10cm betragen. Das Vierkantprofil wird halbiert, es dient als Auflage für das Fass und den Windschutz, damit Luft durchströmen kann.

So sieht die fertige Konstruktion aus. Am Boden sind die Vierkantprofile zu sehen, die mit Pflastersteinen nivelliert werden können, so dass der Kon-Tiki auch auf schrägem Untergrund gerade steht. Der Windschutz wird einfach über das Fass gestülpt. Seine Höhe kann mit Dachlatten variiert werden, so dass er 10cm über das Fass herausragt. Im Vordergrund ist das Wasserrohr für das Löschen am Schluss sichtbar.

Als Brennmaterial dienen alte Dachlatten und Buchenholzscheite. Da der Brennraum des Kon-Tikis nur 60cm Durchmesser hat, sollten die Holzstücke nicht länger als 30cm sein, um sie gleichmässig verteilen zu können. Hier ist der Kon-Tiki zu sehen, nachdem er schon ca. 3 Stunden gebrannt hat und schon ein heisses Glutbett hat.

Wenn im Kon-Tiki trockenes Holz verbrannt wird, ist er absolut rauchfrei. Bei ausreichender Hitze kann auch grünes Holz, z.B. frischer Strauchschnitt, verbrannt werden. Es muss aber immer auf genügend Hitze geachtet werden, sonst beginnt es stark zu rauchen. Ausserdem dauert es viel länger, um so Kohle herzustellen.

Der Kon-Tiki im Vollbrand: heiss und rauchfrei.

http://www.islers.ch/media/20200516_1.mp4

Zum Ablöschen am Schluss wird das Wasserrohr bis zum Boden des Fasses gesteckt und die heisse Kohle geflutet. Der dabei entstehende Dampf steigt durch die darüber liegende, noch glühende Kohle auf.

http://www.islers.ch/media/20200516_2.mp4

Das Löschwasser tropft langsam heraus, da der Spannring nicht ganz dicht ist.
http://www.islers.ch/media/20200516_3.mp4

Die Menge der gewonnenen Kohle nach einem Nachmittag feuern beträgt ungefähr 100 Liter.

Um die Kohle im Garten brauchen zu können, sollte sie aber noch zerkleinert werden, z.B. mit einer Obstmühle.

Fazit: Der Kon-Tiki funktioniert gut und ist mit seiner Grösse für einen Hobbygarten geeignet. Nach Gebrauch kann er leicht auseinander genommen und an einem kleinen Platz (60x60x100cm) aufbewahrt werden.

Kategorien
Allgemein

ROV Projekt

ROV steht für remotely operated vehicule und wird meist als Bezeichnung einer an einem Kabel ferngesteuerten Unterwasser-Drohne verwendet.

Im Herbst 2019 besuchten Jonas und ich eine Science City Veranstaltung an der ETH Zürich, an der die Firma Tethys einige ROVs ausstellte. Jonas war davon fasziniert, und da ein ferngesteuertes U-Boot auch zu meinen Kindheitsträumen gehörte, entschlossen wir uns, eines zu bauen.

Erste Tipps bekamen wir sogleich von Andrej und Jonas. Der wichtigste dabei war, viel Geduld zu haben.

Komponenten

Ein ROV besteht aus einem Schwimmkörper, Ballast, einem wasserdichten Behälter für die Elektronik, Motoren, Lampen, einer Kamera und weiteren Sensoren und ev. einem Greifarm, sowie einem Rahmen, an den die verschiedenen Teile befestigt werden können.

Um das ROV vom Land aus zu steuern braucht es ein Kabel, da übliche drahtlose Kommunikation unter Wasser nicht funktioniert. Mit einem Computer und einen Steuerknüppel oder so etwas Ähnlichem können Befehle ans ROV übermittelt und Kamerabilder angesehen werden. Für die Steuerung und Kommunikation braucht es zudem geeignete Elektronik sowie die entsprechender Software.

Während ein U-Boot Wasser hinein- und herauspumpt um ab- oder aufzutauchen, ist ein ROV so tariert, dass es bei einem Ausfall der Motoren selbständig langsam auftaucht. Der zum Abtauchen benötigte Abtrieb wird von den Motoren erzeugt, die natürlich entsprechend angeordnet sein müssen.

Damit das ROV möglichst stabil schwimmt, sollten der Auftriebs- und der Schwerpunkt möglichst weit auseinander liegen, da die Lage sonst aktiv geregelt werden muss.

Vorgehen

Da wir keine Ahnung vom Bau eines ROV haben, ist das Projekt natürlich mit erheblichen Risiken verbunden, die es zum Scheitern bringen können. Um einen allfälligen Schaden möglichst klein zu halten, wählen wir deshalb das Vorgehen so, dass bei einem Projektabbruch nicht zu hohe Kosten anfallen, und möglichst wenige unnütze Teile herumliegen. Schliesslich ist es ein Freizeitprojekt und soll kostengünstig sein.

Im ersten Schritt soll geprüft werden, wie die Motoren angesteuert werden können. Als Motorenbauart wählen wir bürstenlose Motoren, da sie gegen Feuchtigkeit unempfindlich sind. Allerdings muss zur Ansteuerung ein ESC (electronic speed controller) verwendet werden, um das benötigte Drehfeld zu erzeugen.

Im zweiten Schritt soll ein Weg gefunden werden, um die Kommunikation zwischen der Motorsteuerung und dem Computer an Land aufzubauen. Das Ziel ist, ca. 100m Distanz zu überwinden. So müssen die Teile höchstens 10bar (dem Druck in 100m Tiefe) aushalten.

Erst wenn die ersten beiden Schritte geschafft sind, sollen im dritten Schritt die teuren wasserdichten Spezialteile beschafft und das ROV zusammengebaut werden.

1. Schritt

Um mit einem ROV zu navigieren, braucht es im Minimum 4 Motoren, welche vorwärts und rückwärts drehen können. Je einen links und rechts horizontal und je einen vorne und hinten vertikal. Die Drehrichtung der entgegengesetzten Schrauben sollte einmal links herum und einmal rechts herum sein, um das Drehmoment auszugleichen.

Für die Ansteuerung der Motoren ESCs braucht es einen echtzeitfähigen Microcontroller, der Pulsweitenmodulation (PWM) oder sogar ein digitales Protokoll ermöglicht. Daneben soll er eine USB Schnittstelle für die Kamera, eine Ethernet Schnittstelle und ein paar konfigurierbare Ein- und Ausgänge besitzen.

Die Wahl fällt schnell auf einen Arduino. Er ist gut dokumentiert, billig und in verschiedenen, auch sehr kleinen Varianten zu haben. Er besitzt zwar keine Ethernet Schnittstelle, es kann aber ein entsprechender Shield dazugekauft werden.

Wir kaufen also einen Arduino Mega, einen Ethernet Shield, 4 ESC und 4 Schiffsschrauben mit Motor, sowie einen LiPo Akku mit Ladegerät.

Als erstes wird die Arduino IDE auf die Mac und Linux Laptops installiert, das geht recht schnell.

Die ESCs sind ab Werk für Drohnen konfiguriert, d.h. sie lassen die Motoren nur in eine Richtung drehen. Mit der BLHeli Suite und viel Gefrickel lassen sie sich umkonfigurieren, so dass sie die Motoren vor- und zurück drehen lassen können.

Die nächste Hürde ist die Ansteuerung der ESCs. Sowohl Arduino als auch die ESCs beherrschen PWM, aber aufgrund der analogen Ansteuerung müssen die Motoren vor dem Start jeweils kalibriert werden. Unsere ESCs würden aber auch das digitale DShot Protokoll verstehen. Auf dem Arduino gibt es dafür eine Library, die allerdings „noch nicht ganz fertig“ ist.

Also selber machen! Assembler ist dank der guten AVR Microcontroller Dokumentation nicht schwer, aber da die Arduino IDE doch einige Annehmlichkeiten bietet, muss das DShot Protokoll mit Inline-Assembler programmiert werden, was dann doch einiges an Aufwand bedeutet. Das DShot 300 und 600 Protokoll funktionieren am Ende gut, das langsame DShot 150 komischerweise nicht, macht aber nichts. Und für DShot 1200 ist der Arduino mit seinen 16MHz ohnehin zu langsam.

Heraus kommt eine recht übersichtliche Applikation, die maximal 8 ESCs ansteuern kann und zwischen den Assemblersequenzen immer noch mehr als genügend Platz für andere Aufgaben lässt. Und die Testapplikation lässt die Motoren schön erst in die eine, dann in die andere Richtung drehen.

2. Schritt

Allem Anschein ist der Arduino zu langsam, um Videos in einer passablen Qualität zu streamen, aber wir möchten ja gerne sehen, was die Kamera im ROV aufnimmt. Damit wird die Lösung mit dem Arduino Ethernet Shield hinfällig, und es muss ein zweiter, genügend leistungsfähiger Microcontroller her. Dafür fällt die Wahl auf den Raspberry Pi, da er über genügend Leistung und geeignete Schnittstellen verfügt. Ausserdem liegt gerade noch einer herum.

Jetzt besteht die Qual der Wahl einer geeigneten Programmiersprache auf dem Raspi. Die Wahl fällt auf Python, da es sowohl im Raspi als auch in Linux gut integriert ist, und es haufenweise Libraries dafür gibt. Nun müssen die beiden Microcontroller ja noch miteinander kommunizieren, und hier kommt I2C zum Einsatz, da es auf beiden Systemen die Schnittstellen und entsprechende Libraries gibt.

Die Kommunikation zwischen Raspi und Arduino klappt recht schnell, jedenfalls, nachdem die Kabel richtig eingesteckt sind.

Dann werden in der PyCharm Entwicklungsumgebung eine Server- und eine Clientapplikation geschrieben, die mit Sockets über Ethernet miteinander kommunizieren. Die Serverapplikation auf dem Raspi bedient eigentlich nur die I2C und die Ethernetschnittstelle. Um den Joystick einzulesen, verwendet die Clientapplikation auf dem Linuxlaptop die Pygame Library.

Nachdem alles miteinander kommuniziert, und auch die Motoren abstellen, wenn irgendwo etwas unterbrochen ist, wird ein 100m langes CAT5 Kabel mit Crimpsteckern und Zange gekauft. Das Crimpen der Stecker ist etwas hakelig, und deshalb ist es nicht verwunderlich, dass der erste Versuch mit dem 100m langen Kabel misslingt.

Zur Probe wird dann die Geschwindigkeit des LAN von 100 auf 10Mb/s gedrosselt, aber ohne Erfolg. In mehreren Schritten wird das Kabel jetzt bis auf 80m gekürzt, und plötzlich funktioniert das LAN ohne Probleme bei vollem Durchsatz. Die angestrebte Distanz von 100m kann so zwar nicht ganz erreicht werden, aber was soll’s. Der Pfäffikersee ist sowieso nur 35m tief.

Zu guter Letzt wird noch ausprobiert, ob der Laptop mit dem Raspi auch dann noch kommunizieren kann, wenn die beiden statische IP Adressen haben und direkt miteinander verbunden werden. Heutige Ethernet Adapter merken ja, wenn ein Patchkabel anstatt eines Crossoverkabels verwendet wird, und siehe da, auch das klappt.

Bisher war das Projekt sehr elektronik- und softwarelastig, so dass die eine Hälfte des Projektteams noch nicht so viel beitragen konnte. Daher bauen wir zusammen einen kleinen Versuchsaufbau, um die bisher verwendeten Komponenten von vorne bis hinten durchzutesten. Bis auf ein verschmortes Versuchsboard wegen eines Kurzschlusses geht auch alles gut, sehen Sie selbst:

Anschluss des 2. Schrittes: Test des Versuchsaufbaus

Kategorien
Allgemein

Geschützt: Neerpelt

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Um ihn anzuschauen, geben Sie bitte Ihr Passwort unten ein:

Kategorien
Uncategorized

Di schnellste Pfäffiker

Am 22. September fand das 20. Mal „Di schnellste Pfäffiker“ statt. Jonas war auch dabei.

Die Arbeit
Der Lohn der Arbeit
Kategorien
Uncategorized

Pyrolyse-Feuerstelle

Schon die Indianer Amazoniens haben ihr Land mit Terra Preta fruchtbar gemacht. Ein wichtiger Bestandteil von Terra Preta ist Holzkohle. Die kann gekauft werden, oder mit einem Pyrolyse-Ofen selbst hergestellt werden. Doch es geht auch einfacher.
Anstatt einen Pyrolyse-Ofen zu beschaffen, kann eine Feuerstelle so umgebaut werden, dass die Glut mit Wasser gelöscht werden kann, bevor sie zu Asche zerfällt.
Die so gewonnene Holzkohle eignet sich zwar nicht zum Grillieren, aber als Kompostzusatz schon.

Und so geht’s:

Das ist eine ganz normale Feuerstelle.
Gartenabfälle weg,
Werkzeug her,
alte Asche weg,
Steine weg.
Die Asche enthält Holzkohlenstücke,
also ab in den Kompost damit.
Kuhle graben,
Steine wieder platzieren.
Die Wände haben eine Neigung von ca. 30-45°.
Grössenvergleich.

Und fertig ist die Pyrolyse-Feuerstelle.

Holzkohlenherstellung

Zur Herstellung von Holzkohle dienen unbehandeltes Holz und verholzte,  trockene Gartenabfälle.

Und so funktioniert’s:

Holz aufschichten,
anzünden,
Gartenabfälle drauf,
und brennen lassen.
Gut gemacht, Feuermeister!
Geduld ist gefragt,
bis nur noch Glut da ist.

Und jetzt folgt der schönste Teil der Holzkohleherstellung, das Löschen mit Wasser:

Die Kohle ist gewässert und zerkleinert.
Rausschaufeln und unverbrannte Holzstücke herauslesen,
Deckel auf,
rein in den Kompost,
mischen,
und Deckel zu.
Es ist aufgeräumt,
und der Durst ist auch gelöscht.

Kohle und Kompost sollten jetzt ruhen, damit die Kohle möglichst viele Nährstoffe aus dem Kompost aufnehmen kann.

Das ist eine sehr einfache Methode, um Holzkohle als Kompostzusatz herzustellen. Und Spass macht’s auch!